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Katzenlexikon A | Albinismus bei Katzen
Der Albinusmus ist eine genetisch bedingte Störung in der Pigmentbildung. Der Fall, dass überhaupt keine Pigmente gebildet werden, ist äußerst selten bei Katzen, häufig tritt aber ein sogenannter Teilalbinismus auf. 95% aller Albinos unter den Katzen sind also Teilalbinos. Verantwortlich für diesen Teilalbinismus sind 2 Gentypen der Katzen: Das Siam- und das Burma-Gen. Diese beiden werden durch die C-Serie der Genloci bestimmt. Diese beiden Gene sind rezessiv.
Das Siam-Gen (cs-Genlocus) ruft eine temperatursensitive Mutation hervor, durch die Pigmente nur an kühleren Teilen des Körpers produziert werden können. So entstehen beispielsweise dunkle Pfoten und ein dunkler Schwanz, aber auch eine Art "Maske" im Gesicht.
Das Burma-Gen (cb-Genlocus) hingegen ruft eine sehr leichte Form des Teilalbinismus hervor, die daran zu erkennen ist, dass die Gliedmaßen der Katze normal pigmentiert sind und die Körperfarbe eine leichte Schattierung aufweist.
Weiße Katzen mit blauer oder rosa Iris werden auch zu den Teilalbinos gezählt und ihr Aussehen wird durch den rezessiven ca-Genlocus bestimmt.
Komplett reine Albinos, also weiße Katzen mit roten Augen sind Vollalbinos. Das rezessive Gen c bestimmt dieses Aussehen, was aber äußerst selten vorkommt.
Die Störung in der Pigmentbildung wird durch die verschiedenen Gene hervorgerufen. Durch die Gene wird die Produktion des Enzyms Thyrosinase blockiert, was dann letztlich zu den Veränderungen im Aussehen der Katze führt.
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