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Die Katzenseuche

eine der gefährlichsten Katzenerkrankungen

 

Allgemeine Informationen zur Krankheit


Die Katzenseuche, auch als Panleukopenie bekannt, ist eine hoch ansteckende Katzenerkrankung, welche durch einen Erreger des felinen Parvovirus im Tier ausbricht.
Der Erreger wird durch ein mit dem Parvovirus infizierten Tier im Kot ausgeschieden. Aber auch in sämtlichen Körpersekreten, wie Speichel oder Urin, ist der Virus zu finden. Die Infektion eines Tieres erfolgt also direkt von Tier zu Tier oder durch ein mit dem Virus in Berührung gekommenen Gegenstand, wie etwa ein Fressnapf, Schuhe oder ein Katzenkorb. So kann der Erreger auch von draußen, haftend an Schuhen oder Kleidung, in die Wohnung gebracht werden. Dadurch können auch reine Hauskatzen mit dem Virus in Berührung kommen. Die Krankheitsauslöser dringen über die Schleimhäute der Nase und der Maulhöhle in die Katze ein.

 

 


Der Virus ist sehr widerstandsfähig gegen Umweltfaktoren und kann bis zu über einem Jahr unter normalen Bedingungen (z.B. Raumtemperatur) infektiös bleiben. Wenn also beispielsweise der Virus in einer Wohnung aufgetreten ist, so kann er eine Katze auch nach einem Jahr noch infizieren, wenn dieser nicht entfernt wurde. Einfache Hausmittel bringen keinen Erfolg bei der Entfernung des Erregers mit sich. Es sei denn diese enthalten Formaldehyd oder Natriumhypochlorit. Diese Säuren sind imstande, den Virus relativ zuverlässig innerhalb der aufgetragenen Stelle zu entfernen.
Die Katzenseuche kommt in allen Teilen der Welt vor und kann jede Katze, egal welcher Rasse oder Herkunft, befallen. Selbst Stinktiere, Waschbären oder Nerze können mit dieser Krankheit infiziert werden.

 

Symptomatik und Diagnostik


Die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten erster Symptome (Inkubationszeit) beträgt in etwa 2 bis 11 Tage und kann bei fehlender Behandlung nach wenigen Tagen zum Tode führen. Gerade Jungtiere sind durch ihren noch schwach ausgeprägten Immunkreislauf gefährdet und meistens nicht mehr zu retten. Je nach Stärke des Tieres, kann es zu verschiedenen Verlaufsformen der Krankheit kommen. Von einem perakuten Ablauf spricht man, wenn das Tier schon nach wenigen Stunden ohne irgendwelcher Symptomatik dahinscheidet.


Erste Anzeichen für einen akuten Verlauf der Katzenseuche sind fehlender Appetit, Desinteresse und Bewegungsunlust. Dann steigt die Körpertemperatur auf über 40°C (normal sind es 38 bis 39 °C), die Katze erbricht häufig und nach 1 bis 2 Tagen kommt es zu schwerem Durchfall, teilweise mit Blut vermischt. Dadurch besteht die Gefahr, dass das Tier dehydriert und austrocknet. Bei einem subakuten Verlauf sind die Begleiterscheinungen schwächer. Es treten auch Appetitlosigkeit und mäßiger Durchfall auf. Jedoch zieht sich bei diesem Verlauf die Krankheit wesentlich länger hin.
Erkrankt ein trächtiges Muttertier an der Katzenseuche, so kommt es bei dem Fötus zu Gehirnschäden, die im Arztjargon als Kleinhirn- Ataxie bezeichnet werden.
Der Parvovirus ist ein DNS- Virus, was in erster Linie das Lymphsystem und das Knochenmark befällt, denn hier können sich die Viruszellen rapide vermehren und ausbreiten.


Eine Diagnose kann mit Hilfe von Laboruntersuchungen erstellt werden. Neben oben genannten Symptomen liegt die Leukozytenanzahl (weiße Blutkörperchen) aus entsprechender Blutprobe unter dem Normalwert. Auch der Kot liefert, dank mikroskopischer Untersuchungen, Auskunft über einen eventuellen Parvovirusbefall. Ebenso können körperbezogene Untersuchungen am Tier, wie etwa am Dünndarm oder am Lymphsystem, hilfreich sein. Ist das Tier erkrankt, so wären beispielsweise eine deutliche Abnahme der Darmzotten und der Darmkrypten zu beobachten.

 

 

 

Behandlung der Katzenseuche


Das beste Mittel bzw. die wirksamste Vorbeugung gegen die Katzenseuche besteht in einer Schutzimpfung, die bei Katzen ab der achten Lebenswoche verabreicht werden kann. Nach Ablauf eines Monats, ist dann eine weitere Impfung von Nöten. Auffrischimpfungen werden im Abstand von 1 bis maximal 3 Jahren empfohlen.
Kommt es bei einer Katze ohne erhaltene Schutzimpfung zum Ausbruch der Krankheit, bekommt das Tier unter stationären Aufenthalt mehrere Infusionen. Diese sind nötig, um die Katze zu stabilisieren und den großen Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Unter Verabreichung von speziellem Futter und Antibiotika, können die meisten ausgewachsenen Tiere gerettet werden. Jungkatzen dagegen haben eine weitaus geringere Überlebenschance.

 







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