Startseite Kontakt Impressum

KATZEN PORTAL

Informationen rund um die Katze

Sibirische Katzen
Katzenlexikon
Rassekatzen
Züchter | Zucht
Katzenkrankheiten
Leukose
FiP
Katzenschnupfen
Katzenseuche
Tollwut
Tetanus
Chlamydien
Mikrosporie
Katzenbilder
Kratzbäume
Katzen Gifs
Katzenfilme
Katzenwitze

Tetanus bei Katzen


Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Clostridium ausgelöst wird. Die Bakterien leben, da sie keinen Sauerstoff zum Überleben benötigen, in der oberen, losen Erdschicht im Wald, im Garten und auf dem Feld. Durch kleine Wunden und Kratzer auf der Haut können die Bakterien - die in Sporenform überaus lange leben und auf eine solche Gelegenheit warten - in den Körper gelangen. Dort angekommen, beginnen die Sporen sich zu vermehren und im Körper zu verteilen. Dabei entsteht ein Gift, das sogenannte Tetanospasmin, welches die Nervenzellen hemmt und über die Nervenbahnen ins Rückenmark und ins Gehirn transportiert wird. Das Gift verursacht eine langzeitige Aktivierung der motorischen Nerven, was dazu führt, dass die Muskeln des Rumpfes sich dauerhaft anspannen und verkrampfen. Es kommt zu einer Starre der Muskulatur - dem sogenannten Wundstarrkrampf.

 

 


Bei Katzen tritt die Krankheit eher selten auf, da sie dem Gift gegenüber weitgehend unempfindlich sind. Die Krankheit tritt deshalb bei den Tieren auch stärker lokalisiert auf und ist auf einzelne Gliedmaßen beschränkt, wohingegen sie sich beim anfälligeren Menschen schnell auf den ganzen Körper ausbreitet.
Ob eine Katze tatsächlich an Tetanus erkrankt ist, lässt sich nur per klinischer Diagnostik nachweisen.


Die Inkubationszeit nach der Infizierung, zum Beispiel durch Kontakt einer Kastrations- oder Beinwunde mit dem Erdboden, beträgt 6 bis 18 Tage. Hinweise auf die Erkrankung können eine auffällige Verkrampfung der Gesichtsmuskeln und dadurch die Unfähigkeit zu Schlucken und vermehrter Speichelfluss, eine sägebockartige Körperhaltung, mit steifen Beinen und einem unbeweglichen Rumpf, sowie eine erhöhte Empfindlichkeit der Tiere gegenüber lauten Geräuschen und Schrecksituationen sein. Häufig liegen die, durch die Starre behinderten Tiere dann über längere Zeit ungeweglich auf der Seite. Auch eine erhöhte Körpertemperatur und die Verweigerung der Nahrungsaufnahme gehen mit der Erkrankung einher. Wenn solche Symptome, die denen der Tollwut relativ ähnlich sind, auftreten, sollte dringend der Tierarzt konsultiert werden.
Auf Grund der zeitlich begrenzten Wirkung des Giftes besteht, sofern die lebensnotwendigen Funktionen aufrecht erhalten werden können und die Krankheit rechtzeitig erkannt wird, keine akute Lebensgefahr. Überlebt die Katze die ersten vier bis zehn Tage der Erkrankung, stehen ihre Chancen gut. Bei Einhaltung eines strikten Ruhegebotes, einer längeren Penicillin - Behandlung und der Verabreichung eines Antiserums besteht eine gute Chance auf eine vollständige Genesung der Katze. Für den Menschen hingegen ist eine Tetanus- Erkrankung in 50% der Fälle tödlich.
Ab einem gewissen Stadium, wenn das Gesicht der Katze zu einer Maske erstarrt und sie sich nicht mehr rühren kann, wird aus tierschützerischen Gründen allerdings eher eine Einschläferung empfohlen, da eine komplette Gesundung in diesem Falle fast auszuschließen ist.

 

 


Wie für den Menschen gibt es auch für Katzen eine Vorsorgeimpfung gegen Tetanus. Da die Krankheit aber, wie bereits erwähnt, nur sehr selten auftritt, gibt es keine regelmäßige Tetanus- Impfung für Katzen, dennoch ist es auf Wunsch möglich, eine solche vornehmen zu lassen. Ratsamer wäre es allerdings, jede noch so kleine Wunde der Katze zu reinigen und zu versorgen, denn dies sind die Gefahrenherde.

 







© Katzenportal - Alle wichtigen Informationen über Katzen | Disclaimer