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Tollwut bei Katzen


Die Zahl der Tollwut-gefährdeten Gebiete ist in den letzten Jahrzehnten, vor allem durch die Präventiv-Maßnahmen der Forstämter stark zurück gegangen, aber noch immer trifft es dann und wann einzelne Regionen.


Zum Glück ist die Tollwut bei Katzen extrem selten, viele Tierärzte kennen sie nur aus der Fachliteratur und bekommen zeitlebens kaum je einen einzigen Fall zu Gesicht.
Ähnlich wie die Katzenstaupe, die Panleukopenie, der infektiöse Katzenschnupfen, ist die Tollwut eine Infektionskrankheit, die durch Viren hervorgerufen wird.
Während die Erreger bei den meisten anderen Erkrankungen durch Körperauscheidungen übertragen werden, muss der Tollwut-Erreger - von einigen Sonderfällen abgesehen - in eine Wunde gelangen. Das natürliche Seuchen-Reservoir stellen inder Regel Füchse und Dachse dar. Wild, Haustiere, ja sogar Nager und Feldmäuse sowie der Mensch können aber auch infiziert werden und ohne entsprechende Schutzimpfung daran sterben.

 

 


Die natürliche Ansteckung erfolgt fast nur über den Biss, weil dann infizierter Speichel in die Wunde dringt. Entlang der Nervenbahnen wandert das Virus bis zum Gehirn, dort nistet es sich ein und beginnt seine Verbreitung zurück bis in den Speichel. Schon eine Woche vor dem eigentlichen Ausbruch der Krankheit ist der Speichel womöglich schon ansteckend. Glücklicherweise führen aber nur 20 % aller Bisse von erkrankten Tieren zur Ansteckung.


Die eigentliche Inkubationszeit kann bis zu 6 Wochen und mehr betragen.
Die ersten Symptome sind in der ersten Phase (Prodromalstadium): Das Tier wird unruhig, miaut häufig grundlos, ist übertrieben schreckhaft und benagt oder kratzt die - häufig erst jetzt zu entdeckende - Bisswunde.
Gleichzeitig erkennt man ungleichmäßig geweitete Pupillen.
Speicheln und Würgen treten auf, ähneln den Symptomen einer akuten Halsentzündung. Achten sollte man auch auf erschwerten Harnabsatz und gesteigerten Geschlechtstrieb.
In der zweiten Phase, dem Exitationsstadium, die oft nur wenige Stunden währt und häufig sogar übersprungen wird, zeigt sich gesteigerte Aggressivität, Fluchtversuche werden unternommen.


Jetzt kann es vorkommen, das fremde Tiere oder Menschen grundlos abgegriffen und gebissen werden. Das Tier präsentiert sich zerzaust, mit Speichel beschmiert und verschmutzt. Diese Anzeichen können, müssen aber nicht auftreten, es kann auch eine starke Beruhigung, die "stille Wut" eintreten.
Blutiges Erbrechen ist möglich, die Katze miaut mehr und mehr heiser.
Im dritten Stadium, dem sogenannten Lähmungs-Stadium kommt es zu auffälligen Symptomen im Bewegungsapparat des Tieres. Da werden die Kaumuskeln kraftlos, der Gesichtsausdruck verändert sich, oft wird er lauernd oder schielend.
Futter und Wasser nimmt die Katze in diesem Stadium nicht mehr an. Augenlider, Schwanz und Hinterbeine werden bewegungsunfähig. Die kleinen
Patienten magern ungemein rasch ab und verenden schließlich nach 10 - 14 Tagen in totaler Erschöpfung.

 



Das Krankheitsbild zeigt sich selten im vollen hier beschriebenen Umfang. Einzelne Symptome sollten uns aber sofort veranlassen, den Tierarzt hinzuzuziehen. Ein verdächtiges Tier ist in jedem Falle sofort zu isolieren und in
Gewahrsam zu halten.

Die Heilung diese - noch immer - teuflischen Krankheit ist zwar theoretisch möglich, jedoch ist es absolut empfehlenswert, die Katze frühzeitig mit einer Vorsorge-Impfung zu schützen. Wenn Sie mit Ihrem kleinen schnurrenden Freund ins Ausland reisen wollen, ist in vielen Ländern auch heute noch eine nachweisliche Schutzimpfung Pflicht. Diese sollte spätestens vier Wochen vor Reise-Antritt vorgenommen worden sein und alle 11 Monate wiederholt werden.

 







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