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Somali Katzen | Halblanghaarkatzen


Somali Katze – eine Abessinier mit Langhaar


Ursprung und Geschichte der Somali Katzen


Die Somalikatzen stellen im eigentlichen Sinne keine eigenständige Katzenrasse dar, sondern sind nur die langhaarige Variante der Abessinierkatzen. Während der aus Ostasien stammende Abessinier eine der ältesten gezüchteten Katzenrassen der Welt ist, dessen Ursprung schon auf die Mitte des 19. Jahrhunderts datiert werden kann, beginnt die Geschichte der Somalikatzen erst nach dem zweiten Weltkrieg. Anders als der Name vermuten lässt, ist das Ursprungsland der Rasse nicht Somalia, sondern die USA. Die Rasse wurde lediglich nach dem an Äthiopien (früher Abessinien) grenzenden Land benannt, um die enge Verwandtschaft zu den Abessiniern zu zeigen.

 

 


Begonnen hat die Geschichte der Somali 1942, als ein Matrose eine Schiffskatze, die das Aussehen einer Abessinierkatze hatte, nach England brachte. Eine der Töchter dieser Katze wurde der englischen Züchterin Janet C. Robertson geschenkt, welche dieser den Namen Mrs. Mew gab. Ein Urenkel von Mrs. Mew, Raby Chuffa of Selene wurde als Zuchtkater in die USA verkauft. In seiner Nachkommenschaft fielen immer mehr langhaarige Kätzchen auf, welche jedoch zunächst aus der Zucht genommen wurden. Erst 1967 begann die Abessinierzüchterin Evelyn Mague, begeistert von der Schönheit der langhaarigen Abessinier, diese gezielt zu züchten, was auf großen Widerstand bei den anderen Abessinierzüchtern stieß. 1972 fiel der erste reinrassige Wurf in ihrer Somalizucht. In diesem Jahr gründete sie auch den Somali Cat Club of America, um für die Anerkennung ihrer Rasse zu kämpfen. Doch erst 1979 hatten die Anhänger der neuen Rasse ihr Ziel erreicht, denn die Cat Fanciers Association gab den Somalis den Championstatus, womit die Rasse offiziell anerkannt war. In Europa erfolgte die Anerkennung durch die Fédération Internationale Féline erst 1982.


Aussehen der Somali Katze


Somalis sind mittelgroße und schlanke Katzen. Ihre langen Beine und der muskulöse Körperbau, welcher sich vor allem durch seine harmonischen Proportionen auszeichnet, verleihen der Rasse ein sportliches aber auch gleichzeitig graziles Aussehen. Der Kopf der Somalis ist keilförmig, die Nasenlinie sanft geschwungen ohne starken Stop. Die kelchförmigen Ohren sind verhältnismäßig groß und liegen weit auseinander. Die mandelförmigen, schwarz umrandeten Augen sowie die rassetypische Pumazeichnung machen das Gesicht der Somalis sehr ausdrucksstark. Der Schwanz ist lang, aber in guter Proportion zum Körper. Er ist buschig behaart und verjüngt sich zur Schwanzspitze hin leicht.


Somali Katzen haben mittellanges Fell. Es ist an den Schultern und am Kopf kürzer, dafür ist aber eine Halskrause und ein Höschen aus längerem Haar erwünscht. Es ist sehr weich, fein und dicht mit wenig Unterwolle, was das Fell sehr pflegeleicht macht. Somalis zeigen das Abessiniertabby, auch Ticking genannt. Das bedeutet, das einzelne Haar ist in sich gebändert und weist abwechselnd dunkle und helle Bänder auf, wodurch das Fell einen besonderen Schimmer erhält. Die ursprünglichen Farben der Somalikatzen sind Wildfarben (englisch ruddy) und Sorrel (englisch red). Heute gibt es aber auch Somalis in den Farben Fawn, eine verdünnte Form des Sorrel, und Blau, eine verdünnte Form der Wildfarbe. All diese Farbschläge existieren auch in den entsprechenden Silbervarianten. Weiterhin gibt es noch die Farben Chocolate und Lilac. Dies sind allerdings keine anerkannten Farben der Somalis.


Charakter der Somali Katzen


Die Somalis sind von ihrem Wesen her vor allem sehr lebhafte und anhängliche und darüber hinaus auch sehr intelligente Katzen. Es ist eine aktive und lebhafte Katzenrasse, die gerne klettert und spielt und somit von ihrem Besitzer viel Aufmerksamkeit und Zeit für gemeinsames Spielen verlangt. Auch sind Somalis extrem neugierig und wollen am liebsten alles erkunden und ausprobieren. Sie sind sehr lernfähig und daher auch nicht schwer erziehbar. Allerdings sollte man bei der Erziehung konsequent sein, denn Somalis sind ziemlich ausdauernd wenn es darum geht, Grenzen auszutesten.


Aber Somali Katzen sind nicht nur extrem aktive Katzen, auch der Schmusebedarf der Rasse ist recht hoch. Von ihrem Halter fordern sie ihre Streicheleinheiten wenn es sein muss mit Nachdruck. Obwohl sie zu nahezu allen Menschen und sogar Fremden gegenüber aufgeschlossen und offenherzig ist, sucht sie sich meist eine Person im Haushalt als Bezugspunkt aus. Diese Person ist es dann auch, von der sie hauptsächlich ihre Streicheleinheiten und Spielstunden einfordert. Trotz aller Menschenbezogenheit empfiehlt es sich eine Somali nicht allein zu halten, da die Rasse die Gesellschaft anderer Katzen liebt und auch als willkommenen Spielpartner schätzt.


Rassestandard der Somali Katze


Die Rassestandards sind internationale Bewertungsmaßstäbe für Rassekatzen, welche von den Dachverbänden festgelegt werden. Die Standards entsprechen den oben genannten Merkmalen der Somalis. Als Fehler gelten ein zu tiefer Stop, zu viel Markierung im Gesicht, runde Augen und fehlende Augenumrandung, ein runder oder siamartiger Kopf, Geister- oder Tabbyzeichnung an Körper und Beinen sowie fehlendes Ticking.

 

 


Erkrankungen der Somali Katzen


Bei den Somalis sind einige Erkrankungen bekannt, wie beispielsweise die Progressive Retinaatrophie, eine Netzhautschrumpfung, welche zum Erblinden der Katze führt. Die Krankheit wird rezessiv vererbt und wird bis zum sechsten Lebensjahr akut. Eine weitere Erkrankung ist die Renale Amyloidose. Das ist eine Stoffwechselkrankheit, die ab dem vierten Lebensjahr ausbricht. Sie führt zur Ablagerung nicht abbaubarer Eiweiße vorrangig in der Niere. Weitere Erkrankungen sind die Patellaluxation, eine vererbliche Deformation des Kniegelenks, und die Pyruvatkinasemangel, eine spezielle Form der Blutarmut.

 







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