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Ägyptische Mau | Kurzhaar Rassekatzen
Geschichte der Ägyptischen Mau
Die Rassekatze ägyptische Mau ist etwas ganz besonderes. Der Name Mau leitet sich aus dem ägyptischen ab und bedeutet Katze oder Sonne. Da man von dieser Katzenart viele ägyptische Gemälde und Wandmalereien finden konnte, lässt sich daraus schließen dass die Rasse eine angesehene Position im alten Ägypten gehabt haben muss. Und dem ist auch durchaus so. Der Obergott aller ägyptischen Gottheiten, der Sonnengut Ra, wurde als gepunktete Katze dargestellt. Somit wurde auch diese Rasse von Katzen geradezu vergöttert und galt als Bestandteil der Religion. Ein Katzenmörder wurde im alten Ägypten ohne ein Gerichtsverfahren sofort zum Tode verurteilt. Kam eine Katze durch einen Unfall zu Tode, musste der Schuldige mit einer hohen Strafe rechnen. Solche Gesetze unterstreichen noch einmal die Stellung dieser Katze zu der damaligen Zeit.
Herkunft der Ägyptischen Mau
Die ägyptische Mau ist die einzige Katzenrasse auf der Welt die natürlich gepunktet ist. Sie leitet sich direkt von der afrikanischen Wildkatze, der nubischen Falbkatze, ab. Die Geschichte der ägyptischen Mau beginnt mit dem Sesshaftwerden der Menschen. Die Felderwirtschaft und das Anlegen von Kornspeichern lockte zu damaliger Zeit Nager an. Angelockt durch dieses Nahrungsüberangebot an Ratten, siedelte sich die nubische Falbkatze an. Die Ägypter erkannten schnell, dass die Katzen die Ratten von ihrem Getreide fernhielten. Schon bald fingen die Menschen an sich diese Katzen als Haustiere zu halten. Sie wurden sogar wie regelrechte Familienmitglieder behandelt. Das Leben der Katzen hatte oberste Priorität. In ernsten Situationen wurden immer zuerst die Katzen gerettet und erst dann die anderen Familienmitglieder. Starb eine Katze eines natürlichen Todes, so fand eine Familientrauerfeier statt. Dieser Trauerfeier folgte das Ritual der Einbalsamierung. So etwas war neben den Katzen nur noch Königen Ägyptens gestattet. Mit in das Grab wurden Mäuse gelegt. Die alten Ägypter glaubten an ein Leben nach dem Tod und wollten mit der Gabe von Mäusen der toten Katze einen guten Start in ihr neues Leben geben. Das es diese Rassekatze heute noch gibt, muss man der weißrussischen Prinzessin Natalie Troubetskoy verdanken. Sie lernte 1953 den ägyptischen Botschafter in Italien kennen. Bei ihrem Besuch war sie von einem Katzenpaar und deren Tupfermuster so begeistert, dass sie mithilfe des ägyptischen Botschafters ein Weibchen zum mitnehmen erhielt. Es kam zu einer Paarung mit einem Kater des Botschafters. Als Ergebnis der Paarung entstanden zwei Jungen. Eines der Jungen wurde rückgekreuzt mit seiner Mutter. Mit dem entstandenen jungen Weibchen und zwei weiteren ägyptischen Mau verließ die Weißrussin Italien und zog nach Amerika. Ab dem Moment breitete sich die Rasse aus und tauchte bereits 1968 in England auf.
Aussehen der Ägyptischen Mau
Ihr Fell ist mittellang, seidig und fein. Die ägyptische Mau hat ein sehr dichtes bronze- bis silberfarbenes Fell. Die so genannten Tupfen, das Merkmal dieser Rasse, können unterschiedlich groß sein und verschiedenen Formen aufweisen. Die Augen der ägyptischen Mau sind Mandelförmig und Stachelbeergrün. Es ist faszinierend in die Augen dieser Katze zu gucken. Es scheint als könne sie jemanden in ihren Bann ziehen und man möchte fast verstehen warum die alten Ägypter sie so verehrten. Im Bereich der Wangen findet man „Mascara“ Linien. Diese ziehen sich von den Augenwinkeln über die gesamte Wangenfläche. An den Ohren findet man teilweise Büschel. Der Körper dieser Katzenart ist zart, schlank aber dennoch muskulös. Typisch für diese Art ist der Leopardengang.
Charakter der Ägyptischen Mau
Das Wesen dieser Katzen kennzeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr liebevoll sind. Sie sind intelligent, zärtlich, sehr stark menschenbezogen und verspielt. Gegenüber Fremden sind sie sehr Scheu, ihre Familie dagegen lieben sie sehr. Das gilt vor allem für Kinder. Die ägyptische Mau wiegt zwischen 2,5 und 5 kg. Die Lebenserwartung dieser Rasse liegt bei immerhin 14- 16 Jahren. Mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 km/h ist sie die schnellste unter den Hauskatzen. Sie braucht viel Auslauf, muss Springen und Jagen können. Mit der Haltung einer solchen Katze holt man sich einen Hauch Orient nach Hause.
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