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Sphinx Katzen | Kurzhaar Rassekatzen (Qualzucht)


Geschichte der Sphinx Katzen


Die Rasse der Sphinx entstand durch Zufall Mitte der 1960er Jahre. In Toronto brachte die gewöhnliche Hauskatze einer gewissen Mrs. Micalwaith ein Katerchen zur Welt. Das Kätzchen welches den Namen Prune erhielt war vollkommen nackt. Die damals sehr bekannte Siamzüchterin Yania Bawa wurde von dem einmalige Tierchen unterrichtet und kaufte es. Geschlechtsreif geworden paarte man den Kater mit seiner Mutter und kreuzte des weiteren American Shorthairs ein.

 

 

 

Das sich rezessiv vererbbare Gen für die Haarlosigkeit hatte offensichtlich auch Einfluss auf den Körperbau. Im Gegensatz zur Urmutter der Nacktkatzen – die den gedrungenen Körperbau einer einfachen Hauskatze hatte – sind die Sphinx graziler und anmutiger. Vergleicht man diese Rasse mit anderen sehr kurzhaarigen Katzen, so fällt auf, dass auch diese einen sehr schlanken Körper aufweisen.

 

Anfang der 1970er Jahre war die Sphinx eine sehr begehrte Rassekatze, doch neben Aufzuchtproblemen ließen ethische Zweifel das Interesse an dieser Rasse abebben. Auf Grund ihrer Haarlosigkeit ist die Sphinx eine reine Wohnungskatze. Vor Kälte und starker Sonneneinstrahlung ist sie in Räumen mit angenehmen Temperaturen zu schützen.

 

Charaktereigenschaften der Sphinx Katze


Die Sphinx macht ihr - für viele wenig attraktives äußeres Erscheinungsbild – mit ihrem außerordentlichen Charme wett. Sehr menschenbezogen und Sensibel umgarnt sie schnell jeden Zweifler. Sie weiß ihr Gegenüber genau einzuschätzen und gewinnt schnell jeden Menschen für sich und das mit einer einmaligen Liebenswürdigkeit. Die Sphinx ist eine sehr aktive Katze die viel und ausgiebig Beschäftigt werden will – und das möglichst ununterbrochen. Die Sphinx ist eine Katze die ihrem Herren „nach den Augen schaut“ um immer wieder ein freundliches Lächeln, ein nettes Wort oder besser noch einige Streicheleinheiten zu erhaschen.

 

Farbschläge der Sphinx Katzen


Bei der Sphinx sind alle Farben zugelassen, ebenso wie sämtliche Augenfarben.

 

Rassemerkmale der Sphinx Katze


Die mittelgroße Katze hat einen feinen Körperbau und ist recht Muskulös. Der grazile Körper der Sphinx ist von einer elastischen, fast ledernen Haut überspannt, die sich sehr warm und weich anfühlt. Die haarlose Haut wirft ziemlich viele Falten, vor allem an Kopf, Hals, Bauch und an den Läufen. An Kopf, Beinen, Pfoten und Schwanz hat die Sphinx oft einen leichten Flaum. Obwohl viele Exemplar keine Tasthaare haben, sind diese dennoch erwünscht. Gewünscht ist auch ein langer Schwanz, sowie recht weit hinten am Kopf sitzende schräge Mandelaugen. Den keilförmigen Kopf schmücken eine flache, meist faltige Stirn und recht große Ohren, eine gerade Nasenlinie und ein ausgeprägtes Kinn. Auffällig bei der Sphinx sind ihre ausgesprochen langen „Affenfinger“.

Möglicher Zuchtfehler ist ein zu stark behaarter Körper.

 

Ethische Überlegungen


Bei allen Vorzügen die die Sphinx als Individuum bietet, sei ein Blick auf die negative Seite dieser und ähnlicher Züchtungen gestattet. Gemäß des deutschen Tierschutzgesetzes § 11 fällt die Duldung oder Förderung von Zuchtmerkmalen die mit Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen für die Tiere verbunden sind unter den Begriff Qualzucht.

 

In Bezug auf die Sphinx fällt unter die Liste der betroffenen Merkmale unter anderem eine Abweichung oder Anomalie des Haarkleides. Definiert wird ... ein nicht vorhandenes Haarwachstum, sowie fehlende Tasthaare. Die Symptomatik erklärt weiter, dass die Tasthaare sind vor allem bei Dunkelheit für die Orientierung notwendig sind und ... auch für soziale Kontakte benötigt werden.

 

 

 

Nun wird die Sphinx von ihren Herren selbstverständlich vor Schmerzen - die beispielsweise ein Sonnenbrand auslösen würde - geschützt. Ebenso benötigt die Sphinx im Haus ihre Tasthaare nicht beim Beutefang, wohl aber zur nächtlichen Orientierung oder um Sozialkontakt mit eventuellen Artgenossen zu pflegen. Die Frage ist auch in wie weit eine artgerechte Haltung bei ausschließlicher Wohnungshaltung gegeben ist.

Die Rasse der Sphinx soll hier nicht negativ bewertet werden. Es soll lediglich ein Denkanstoß gegeben werden, wie weit der Mensch in die Schöpfung eingreifen soll/darf. Jede Sphinx hat – wie jedes andere Lebewesen auf der Welt – seine Daseinsberechtigung. Ob sie auf jeden Fall weiterhin vermehrt werden muss oder soll wird weiterhin ein Thema bleiben.

 







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